Januar

Bevor ich jetzt mal wieder loslege mit dem schreiben, moechte ich mich erstmal bei euch entschuldigen, dafuer das es jetzt so lange gedauert hat bis wieder was geschrieben wurde. Anhand der Seitenaufrufe sehe ich ja, dass manch einer regelmaessig vorbeischaut, ich hoffe das ihr es auch weiterhin tut, auch wenn nicht taeglich oder woechentlich ein neuer Artikel hier ist. Dass ich so wenig schreibe liegt uebrigens nicht daran, dass ich im Moment nichts erlebe und es total langweilig ist, sondern vielmehr daran, dass ich zum einen wenig Zeit habe (nach der Schule oft au8ch keine Lust) und zum anderen natuerlich auch daran, dass es eher die kleinen Geschichten, die es sich nicht zu schreiben lohnt, sind, die die letzten Wochen gepraegt haben. Aber zum Glueck ziehe ich ja von jedem Monat ein Fazit und kann euch dann auch erzaehlen, wass die letzten vier Wochen so los war. Damit sind wir dann auch direkt beim eigentlichen Thema, dem Januar. Traditionell ist der Januar der erste Monat in einem neuen Jahr. Dieser Tradition hat man sich in Thailand im letzten Jahrhundert auch angepasst und so war auch hier in Thailand der Januar der erste Monat im neuen Jahr. Die erste Woche im Januar hatte es dann schon direkt in sich: Mid-Term test standen auf dem Plan. Fuer meine Freunde hiess das wieder viel lernen, fuer mich hiess es wieder viel Zeit in der Schule sitzen, waehrend der Rest der Klasse die Tests in Thailaendischer Sprache schreibt. Leider kann ich es immernoch nicht lesen und so wäre schon die Aufgabenstellungh ein zu grosses Hinderniss gewesen. Das schoene an diesen Wochen ist aber was ganz anderes: Nach der Schule haben naemlich immer alle ganz viel Zeit und so verbrachte ich dann jeden Nachmittag in einem anderen Restaurant. In der darauffolgenden Woche gab es dann Mittwochs frei (TeachersDay) und Donnerstags spielte ich dann ein wenig mit den Tigern (der Bericht dazu folgt noch). Die letzten zwei Wochen waren dann nicht viel weniger aufregend, aber wie gesagt, das Erlebniss, welches einen eigenen bericht gebraucht haette, blieb aus. Und so bleibt mir auch eigentlich nichts mehr zu sagen. Doch, eins noch, da ich es oft gefragt werde: Mein Thai ist immernoch sehr schlecht. Da merkt man, dass ich einfach kein Sprachgenie bin, dem es leicht faellt ganz viele Sprachen zu erlernen.

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Sommer, Sonne, Sonnenschein – so würden die meisten von uns wahrscheinlich das Wetter der letzten Wochen beschreiben. Morgens ist es draußen bei rund 20 Grad noch angenehm warm, es ist bewölkt, sodass die Sonne noch nicht in ihrer vollen Kraft zur geltung kommt und die Luftfeuchtigkeit ist auch okay. Tagsüber wird es dann so warm, dass man es wohl bevorzugt im Schatten zu stehen und selbst da schwitzt man noch genug, sodass die Dusche am Abend eine wahre Abkühlung ist (was ist warmes Wasser? 😉 ). Nachts ist es dann wieder angenehm warm draußen. Ein schöner Sommertag eben. So wie ihn sich in Deutschland wahrscheinlich alle wünschen. Nur die Thailänder „leiden“ unter diesem Wetter. Viel zu kalt! Morgens kommen alle mit Pullover in die Schule, weil es so kalt ist, nur ich sitze dort und schwitze immer noch, wünsche es mir sogar noch ein kleines bisschen kühler. Das die Thais im Pullover nicht schwitzen wundert mich täglich. Gut, das jetzt so langsam der Sommer kommt und es dann auch für die Thais wieder angenehm wird und sie nicht morgens auf dem weg zur Schule eines Kältetodes sterben!

P.S.: der einzige Ort, an dem ich friere ist im Bus, weil man dort die Klimaanlage einfach nicht ausschalten kann!

Eine Schulwoche mit euch! (Donnerstag + Freitag)

So, nachdem ich gerade noch schnell kaufen war geht es nun noch mit Donnerstag und Freitag weiter:

Es wird hier jetzt wahrscheinlich niemanden überraschen, wenn ich sage, dass der Donnerstag genauso beginnt wie Montag, Dienstag und Mittwoch begonnen haben. Heute habe ich auch wieder genug Zeit um noch zu Hause zu Frühstücken bevor es wieder in die Schule geht. Dort heißt es dann um 8:05 Uhr wieder singen und beten und anschließend wieder Bekanntmachungen. Heute dauert es sogar ein wenig länger (In Deutschland würde mich ein solcher Unterrichtsausfall wahrscheinlich freuen, hier bedeutet er nur das ich mich länger langweilen muss).
Um 8:45 Uhr, also mit 15 Minuten Verspätung geht es dann wieder zu M6 und gemeinsam mit M6 dann zum Thai Unterricht. Die Lehrerin ist wieder die ältere Dame von Dienstagmorgen und auch heute gestalltet sich die Stunde als äußerst amüsant. Ja, ich habe Spaß, auch wenn ich kaum etwas versteh!
9:25 Uhr: Von Gebäude 1 geht es wieder zu Gebäude 5. Wie schon erwähnt gibt es zwichen beiden Stunden keine Pause, sodass es unmöglich ist pünktlich zu sein. Teacher John wartet also schon. Der CD-Player schon wieder startklar geht es wieder los mit Listening. Ich besitze übrigens noch kein Buch was es schwer macht die Aufgaben zu beantworten, aber zum Glück kommt Apisorn ja nicht und so kann ich sein Buch benutzen.
10:20 Uhr: M6 lässt es ja meist alles gemütlich angehen. Bei Raumwechsrln kommt man sowieso zu spät, da kommt es auf fünf Minuten mehr oder weniger auch nicht an. Nur für die jetzt folgende Stunde wird sich beeilt. Diese Eile liegt allerdings nicht am Fach, Buddhismus, sondern am strengen Lehrer. Und man muss ja schließlich von Gebäude 5 zu Gebäude 2. Schon vor dem Klassenraum herscht Ordnung! Die Schuhe, die man in Thailand ja in Häusern auszieht, stehen nicht so durcheinander dort wie bei anderen Lehrern sondern geordnet. Links die Mädchenschuhe, rechts jene der Jungs. Ich versteh natürlich wieder nicht viel, da es auf Thai unterrichtet wird, aber zum Glück hab ich ja die Bücher von M1-3, die auf English sind um so mein Wissen über Buddhismus zu erweitern, werden M6 unter der strenge des Lehrers zu leiden scheint. (Ich leide nur, weil es außer in Gebäude 5 nirgendwo Klimaanlagen sondern nur Ventilatoren gibt)!
11:15 Uhr: M6 ist wieder „befreit“ und es geht wieder in die Cafeteria zum Mittagessen. Heute entscheide ich mich für Nudeln.
12:10 Uhr: Nun ist es wieder Zeit für Mathe mit Jackie. Dieser scheint mir Donnerstags oft nicht gut gelaunt zu sein. Liegt vielleicht auch daran, das er noch keine Mittagspause hatte, wir aber schon. Die Stimmung bei M6 ist heute äußert entspannt! Man merkt ihnen förmlich an, wie froh sie sind, Buddhismus hinter sich zu haben.
13:05 Uhr: Activity ist die Stunde in der Woche in dem der Klassenlehrer Zeit hat wichtige Dinge mit seiner Klasse zu besprechen. Auch hier werden wieder Erinnerungen ans 5 Schuljahr wach, wo es auch einmal die Woche eine Klassenleiterstunde gab. Natürlich gibt es kaum was zu besprechen und so macht Banks oft einfach English.
14:00 Uhr: Während M6 jetzt wieder Social Studies hat geh ich ins Lehrerzimmer um meine Koordinatorin zu treffen und wichtige Dinge zu besprechen. Meistens sind wir allerdings schon nach nur 5 Minuten fertig. Heimgehen kommt jetzt noch nicht in Frage, denn vor 14:55 Uhr bringen mich die orangenen Pickups nicht in die Stadt, also auch nicht zur Bushaltestelle. Bew und Parry sind auch schon in der Mittagspause heim. Ich beschließe auf Home, Tulip und Lucky zu warten und fahre dann um kurz nach 15 Uhr mit ihnen in die Stadt. Wir gehen noch Eis essen, und wieder schaffe ich es, mit dem Bus um 16:40 heimzufahren. Mein Bruder ist noch in der Stadt und meine Gastmutter hat noch einen Termin, deshalb muss ich mich mit dem Motorradtaxi heimbringen lassen. Kurz vor sechs kommt meine Gastmutter dann mit meinem Abendessen nach Hause, Sie muss aber gleich wieder weg und so bin ich bis sieben Uhr allein zu Hause, denn erst um sieben kommt mein Bruder heim.
Heute geh ich schon früher duschen, denn um neun kommt Criminal Minds 5 im Universal Channel. Wenn jene Sendung um 11 Uhr zuende ist geh ich dann auch schlafen.
Auch der Freitag beginnt wieder gleich. Geweckt werden, warten, duschen, Frühstücken und dann zur Schule. Dort heißt es ab 8:05 wieder singen, beten und zuhören.
Um 8:30 Uhr geht es dann wieder mit M6 in den Klassenraum. In der ersten Stunde wird und Teacher Edna unterrichten. Ihr Fach ist Health Education. Heute geht es mal wieder um eine richtige und gesunde Ernährung.
9:25 Uhr: In der zweite Stunde steht heute Home Room auf dem Plan. Eine Stunde, die M5 und M6 dafür nutzen sich auf die Universität oder das Berufsleben vorzubereiten in dem Sie beispielsweiße Bewerbungen schreiben. Die Hälfte der Klasse, ich bin immernoch mit M6, macht natürlich nichts und so wird mir auch nicht langweilig. Und ein wenig Deutsch kann nun der ein oder andere auch schon sprechen. Allerdings wohl nicht mehr wie Hallo, Danke und Bitte.
10:20 Uhr erwartet uns dann mal wieder Teacher Banks zum Grammatikunterricht.
11:15 Uhr: Nun folgt eine der lustigsten Stunden in der Woche mit Teacher Tomo. Teacher Tomo ist unser japanisch Lehrer und bringt uns japanisch bei. Dabei sieht jede Stunde gleich aus: Tomo kommt, schreibt die Tafel voller Vokabeln mit der passenden Thailändischen übersetzung, teilt ein Arbeitsblatt aus in dem jene Vokalb in die Lücken geschrieben werden muss und schon ist die Stunde wieder um. So einfach kann man 55 Minuten umbekommen!
12:10 Uhr: Zum Mittagessen entscheide ich mich heute wieder für Reis mit Hühnchen.
13:05 Uhr: Von der Cafeteria geht es direkt zum Fußballplatz. David Beckham aka Teacher John spielt nun mit uns Fußball. Die Sonne scheint und zum schwitzen brauch man sich bei den angenehmen 39 Grad auch eigentlich nicht zu bewegen. Nach 15 Minuten wird das Spiel abgebrochen, alle sind geschwitzt und haben keine Lust mehr, wollen stattdessen zurück in den schön kühlen Klassenraum. Auch Teacher John ist damit einverstanden, also geht es wieder zum Klassenraum, natürlich mit zwichenstop am Getränkestand.
14:00 Uhr: Schöner könnte die Woche nicht Enden! Zum Ende heißt es nochmal Mathe mit Jackie. Die Laune von M6 ist nach dem Fußballspiel eher schlecht um nicht zu sagen leicht gereizt. So ist Mensch nunmal.
Jackie stört es nicht, er Unterrichtet tapfer weiter. Anschließend versucht jeder so schnell wie möglich heimzukommen. Parry, Bew und Ich legen noch einen kurzen Stop bei Tesco ein, dann geht es mit dem Bus nach Tha Muang und von der Bushaltestelle wieder mit dem Motorradtaxi nach Hause. Dort geht es dann erstmal zur Abkühlung so richtig schön kalt duschen. Anschließend warte ich auf meine Gastmutter die wie immer was zu Essenmitbringt und gegen 10 Uhr geh ich dann wieder duschen. Heute Nacht kommt zum Glück kein Basketball und so kann ich schon kurz vor Mitternacht schlafen gehen.

So, ich hoffe euch hat die Reise durch meine fiktive Schulwoche gefallen. Über Kommentare würde ich mich wie immer freuen. Sollten noch irgendwelche Fragen offen sein traut euch zu Fragen!

Eine Schulwoche mit euch! (Dienstag + Mittwoch)

Der Dienstag beginnt wie der Montag, nur das ich heute noch ein wenig später dran bin, weshalb ich auf das Frühstück zu Hause verzichten muss. Wenn wir also um 7:45 Uhr vor der Schule ankommen heißt es schnell essen, denn um 7:55 Uhr müssen wir uns schon auf den Weg zur Morning assembly machen. Diese ist genauso langweilig wie sie es gestern auch war. Mehr brauch ich dazu nicht zu sagen, da ich eh nicht verstanden habe was heute erzählt wurde.
8:30 Uhr: Heute started der Tag mit Teacher Glenda und Health Education. Allerdings nicht mit M6 sondern mit M4. Wir lernen über die verschiedenen „Stages of Life“, also die verschiedenen Lebensabschnitte zwichen Geburt und Tod. Es ist die einzige Stunde in dieser Woche und demenstprechend schnell muss auch der Stoff abgehandelt werden.
9:25 Uhr: nach Teacher Glendas Stunde ist nun Thai an der Reihe. Wieder mit M6, die schon längst im Klassenraum sind. Teacher Glenda hat heute 3 Minuten überzogen und so muss ich mich beeilen um möglichst schnell vom 5 Stock in Gebäude 5 in den zweiten Stock von Gebäude 1 zu kommen. Dort angekommen hat der Unterricht schon begonnen, aber ich bin nicht der einzige der spät dran ist. Die Lehrerin, eine ältere Dame (sie erinnert mich ein wenig an eine Lehrerin von der ich in Deutschland unterrichtet wurde) freut sich trotzdem das ich komme, auch wenn sie kein Wort English spricht und so Unterhaltungen zwichen uns nur mit der Hilfe von Klassenkameraden klappt.
10:20 Uhr: Nach einer lustigen Stunde geht es wieder von Gebäude 1 zu Gebäude 5 und das möglichst schnell, denn Jackie wartet sicher schon und wenn Jackie wartet schreibt er immer so viele Rechenaufgaben an die Tafel. 15 Minuten Verspätung bedeutet schon eine Menge an Aufgaben.
11:15 Uhr: Jackies Stunde ist um und eigentlich folgt nun Musik, doch M6 entscheidet sich heute dafür erst Jackies Aufgaben zu machen und dann Essen zu gehen. In Musik würden wir schließlich eh nur singen und das wollen sich alle ersparen. Und mich stört eine längere Mittagspause auch nicht.
13:05 Uhr: Nach der selbständig verlängerten Mittagspause ist es nun Zeit für Englisch mit Teacher John (immernoch M6). Teacher John ist für Listening and Reading verantwortlich. Heute bekommen wir wieder einen Text vorgespielt und müssen dazu Fragen beantworten (Ich fühle mich wie im 5 und 6 Schuljahr, als wir auch immer alle Texte von der CD abgespielt bekamen).
14:00 Uhr: Auf English folgt nun wieder ein Thai Teacher mit Social Studies. Von Gebäude 5 gehts also erstmal in Gebäude 2. Die Lehrerin, auch schon eine ältere Dame kann ein wenig English und versucht mir jetzt dann auch ganz lieb zu erklären was sie gerade der Klasse beibringt. Es geht um Römische und Grieschiche Bauwerke in der Antike.
14:55 Uhr: Eigentlich ist die Schule jetzt aus, aber es geht nochmal hoch in den Klassenraum. Parry ist mit Mathe noch nicht fertig und so warten Bew und Ich bis Sie fertig ist. Anschließend gehts in die Stadt und, weil erst 15:30 Uhr ist noch zu KFC essen. Anschließend noch einmal schnell durch Kanogan, dem größten Einkaufszentrum der Stadt und um 16:30 Uhr sind wir wieder in der Bushaltestelle. Perfekt also um den 16:40 Uhr Bus zu bekommen, damit ich um 17:00 Uhr in Tha Muang bin. Das passt deshalb perfekt, weil meine Gastmutter sowieso bis 17 Uhr arbeiten muss und sie mich dann grade auf dem Heimweg bei CJ abholt. Zuhause ist es dann wieder wie gestern: Bis so gegen 9 Uhr vor dem Fernseher entspannen, dann Duschen. Heute schau ich noch ein wenig „Deutsche Welle“ (Maybrit Illner hat wieder tolle Gäste), bevor es dann so gegen 11 Uhr wieder ins Bett geht.
Der Mittwochmorgen beginnt dann wieder damit um 6:30 Uhr wachzuwerden, zu warten, duschen und dann schnell noch Frühstücken, bevor es zur Schule geht, wo man um 8:05 Uhr in Reihe stehen muss, gesungen und gebetet wird und anschließend noch ein paar Bekanntmachungen getätigt werden.
Um 8:30 Uhr geht es dann mit M5 zu Teacher Eric in den Computerraum. Eine Doppelstunde lang werden wir nun alles wichtige über Photobearbeitungen mit Photoshop erfahren. Während wir den Arbeitsauftrag für Eric erfüllen schaut jeder noch kurz in seinem Facebook Account vorbei, um zu sehen, was in den letzten 2-Stunden noch passiert ist.
10:20 Uhr: Erics Stunde ist vorbei und ich verabschiede mich von M5 und gehe wieder zu M6. Nun steht Thai History für uns auf dem Stundenplan. Irgendwo in der Thailändischen Geschichte sind wir also grade. Wo genau weiß ich nicht, da ich einfach zu faul bin den Jahresunterschied zwichen unserer Zeitrechnung und der Zeitrechnung der Thais auszurechnen.
11:15 Uhr: Teacher Rachel hat nun wieder 55 Minuten Zeit uns beizubringen wie man ein gutes Essay schreibt, bzw. welche Fehler wir vermeiden können, etc. Und weil alle dank eines Gebäudewechsels wieder spät dran waren holt Rachel sind auch einfach fünf Minuten unserer Mittagspause.
Um 12:15 Uhr geht es dann also erst runter zur Cafeteria. Heute esse ich Pommes mit Chicken Wings.
13:05 Uhr: Wieder gehts für mich zu einer Doppelstunde in den Computerraum, allerdings nun mit M6 anstelle von M5. Auch das Thema ist nun zum Glück nicht mehr Adobe Photoshop sondern Microsoft Office. Aber auch M6 scheint Erics Arbeitsauftag nicht so ganz zu interessieren. Facebook ist einfach wichtiger.
14:55 Uhr: Heute folgt noch Mathe in der 8. Stunde. Die Motivations von M6 ist ziemlich weit unten und dann auch noch Mathe. Das Fach, was nicht nur in Deutschland bei den meisten zum ungeliebtesten Fach gehört, sondern auch hier in Thailand. Jackie gibt uns die Aufgaben zurück die wir gestern machen sollten. Meine Punktzahl bleibt heute mal geheim. 😉
Um 15:50 Uhr ist Jackie dann fertig und ich mache mich mit Parry und Bew direkt auf den Heimweg, also in die Stadt, dort dann zur Bushaltestelle und mit dem 16:40 Uhr Bus dann nach Tha Muang, wo ich mich mit meiner Gastmutter beim CJ treff und sie mich nach Hause fährt. Dort werden schnell die Socken ausgetogen, die Füße gewaschen und anschließend gehts mit meiner Gastmutter was essen und dann noch schnell bei 7-eleven einkaufen. Zuhause angekommen ist dann alles wieder wie gestern, nur kommt heute nicht Maybrit Illner sondern eine Dokumentation über einen Kleinunternehmer, der sich selbstständig machte.

Eine Schulwoche mit euch! (Montag)

Ich wurde es seitdem ich hier bin immer wieder gefragt: Wie sieht eigentlich dein Tagesablauf aus? Wann beginnt Schule? Welche Fächer hast du? Und noch viele weitere Fragen dieser Art, weshalb ich euch heute mal zu einem fiktiven Wochentag minehmen werde. (Natürlich ist nicht jede Woche wie dieses Beispiel und besonders die Freizeitgestalltung an den einzelnen Tagen kann durchaus varriiren!)

Montag: 6:30 Uhr: der Wecker klingelt. Zwar ist es noch nicht Zeit um aufzustehen, aber wenn es soweit ist muss alles schnell gehen. Ich höre wie meine Gastmutter das Bad verlässt und mein Bruder selbiges betritt. Jetzt heißt es erstmal warten, bis er fertig ist. Wenn er fertig ist heißt es für mich schnell duschen und anschließend die Schuluniform anziehen. Montag heißt Boy Scout uniform und es ist schon eine Qual diese Uniform tragen zu müssen! Nochmal schnell geschaut ob alles sitzt und dann schnell runter. Es ist bereits 10 nach 7. Mir bleiben noch 10 Minuten zum Frühstücken und anschließen wird vorne an der Ecke bei der Werkstatt auf den „Bus“ gewartet. Dieser bringt uns zur Schule. Mein Bruder geht noch Frühstücken, ich geh direkt zur Schule. Erstmal in die Cafeteria und wieder ein wenig Zeit um mich mit Freunden zu Unterhalten oder Musik zu hören.
8:00 Uhr: Es ertönt ein Pfiff, anschließend wird von einem Lehrer irgendwas gebrüllt, ich versteh aber sowieso nichts. Mit meinen Freunden mach ich mich auf den Weg zum Schulhof, der übrigens komplett überdacht ist.
8:05 Uhr: Alles steht grade in einer Reihe. Es ist geordnet nach Klasse. Jede Klasse hat zwei Reihen, die vordere für Mädchen, die hinter für die Jungs. Nun wird gesungen. Erst die Nationalhymne Thailands, anschließend der „March of Visut“, die Schulhymne. Im Anschluss wird sich wieder auf den Boden gesetzt, Blickrichtung Tempel, und gebetet. Fertig gebetet wird sich wieder nach vorne gedreht und oft wird nun was erzählt. Langweilig für mich, da ich sowieso nichts versteh…
8:30 Uhr: Englisch mit M6/9, der Klasse mit der ich am meisten zusammen bin. Teacher Banks erzählt uns irgendwas über Grammatik. Anschließend müssen noch im Grammatikbuch ein paar Aufgaben eeledigt werden, die am Ende der Stunde abgegeben werden müssen.
9:25 Uhr: Banks Stunde ist um und ohne Pause geht es direkt weiter mit Teacher Rachel. Mit ihr wird weiter an unseren „Writing Skills“ gearbeitet.
10:20 Uhr: Doppelstunde Science. Da wir den Raum wechseln müssen kommen wir automatisch zu spät. Den Thai Teacher, ich habe seinen Namen vergessen, interessiert das aber recht wenig wann wir kommen, hauptsache wir kommen überhaupt. Die Doppelstunde gestaltet sich wie immer recht langweilig für mich. Home, May und Jinny erklären mir zwar worum es geht, aber dann müssen Sie wieder nur den Text aus dem Buch abschreiben. Tafelbild? Fehlanzeige!
12:10 Uhr: Zeit zum Mittagessen. Heute entscheide ich mich mal für Reis mit Hühnchen.
13:05 Uhr: Gestärkt geht es weiter mit Boy Scout. Hier wird sich auch erstmal wieder in einer Reihe aufgestellt und die Nationalhymne gesungen. Anschließend wird noch die Anwesenheit kontrolliert und das wars dann auch schon für heute. Zeitgleich sind die Mädchen übrigens bei Girl Guide.
14:00 Uhr: Math mit Teacher Jackie. Irgendwie hab ich mich inzwichen schon daran gewöhnt Mathe in Englisch zu haben. Sogar mein Kopf denkt nicht mehr „eins plus eins“ sondern „one plus one“.
14:55 Uhr: Geschafft! Das war der Schultag. Wir warten noch ein wenig im Klassenraum bevor ich mich mit M6 auf den Weg in die Stadt mache. Dort angekommen entscheiden wir uns dazu noch ins Boom!, ein Restaurant in der Stadt zu gehen. Kurz nach 17 Uhr mach ich mich dann mit Parry und Bew auf den Weg zur Bushaltestelle. Der 17:20 Uhr Bus ist schon voll und stehen wollen wir nicht alles warten wir heute um mit dem 17:40 Uhr Bus zu fahren. Ich kaufe die Tickets während Parry noch schnell mit Bew ins 7-eleven ist. Um 17:40 fährt uns dann der Bus nach Tha Muang, wo wir um 18 Uhr ankommen. Ich ruf meine Gastmutter an, wir treffen uns beim CJ und sie fährt mich mit dem Motorrad heim. Jetzt heißt es nur noch entspannen, gegen 9 Uhr nochmal duschen und zwichen 10 und 11 dann ins Bett.

Dezember

Das Dezemberfazit fällt wohl wieder etwas kurz aus, ich möchte es aber trotzdem schreiben um wirklich am Ende von jedem Monat ein Fazit zu haben.

Während in Deutschland im Dezember erstmal alle von reichlich Schnee überrascht wurden schien hier natürlich weiterhin die Sonne. Auch im kühlen Norden, wo ich Anfang des Monats Urlaubt machte waren die Temperaturen zwar mild, aber immernoch sehr angenehm. Zum schwimmen im Pool hat es aufjedenfall gereicht.
Mitte Dezember musste ich mich dann von Camilla, der Italienischen Austauschschülerin, die etwa einen Monat hier war verabschieden. So ist wieder alles beim alten gewesen. Dann stand Weihnachten auch schon vor der Tür. Während Deutschland nun voll im Weihnachtsstress war, war bei mir immer alles ganz normal. Weihnachten war ja auch nicht wirklich aufregent, aber darüber hab ich ja schon berichtet.
Ende Dezember dann nochmal frei zu haben war zwar schön entspannend, was besonderes ist aber nicht passiert.
Nun sind wir also schon im Januar 2013 und über die Hälfte des Aufenthalts hier ist schon um. Die Zeit verging echt schnell. Jetzt heißt es noch bis Mitte Mai die Zeit genießen und dann richtig entspannt nach Deutschland zurückzukehren!

P. S.: Ein „Jahesfazit 2012“ erspar ich euch jetzt erstmal.

Silvester

Ich liebe diese Stadt! Bangkok, du bist so wunderbar! Als ich dich an Silvester besuchte freute ich mich sehr dich wieder zusehen. Und ich wollte feiern und so begab ich mich mit meiner Gastfamilie an deinen Fluss. Dorthin wo du die die Rießenneujahrparty stattfinden lassen wolltest. Und in der Tat hattest du für eine riesige Party gesorgt, doch ich muss dir leider sagen, dass ich sie nur im Fernsehn sah! Gegen 22 Uhr entschloss sich meine Familie nämlich doch eine andere deiner vielen Partys aufzusuchen, daraus wurde dann leider aber nichts und so saßen wir um 23:55 uhr im Apartment meiner Gastschwester und schauten wie ganz viele Menschen Neujahr feierten. Wir hätten dabei seien können, aber das sollte wohl nicht sein. Schade war auch das du es zugelassen hast ein Hochhaus direkt neben das Fenster des Apartments bauen zu lassen, weshalb mir sogar die Sicht auf dein Feuerwerk verwehrt blieb.

Trotzdem wünsche ich dir, liebes Bangkok ein Frohes Neues Jahr 2556 und euch in Deutschland alles Gute und Gesundheit für 2013!

Weihnachten

So, nachdem ich jetzt lange nicht mehr geschrieben hatte und die Qualität des letzen Beitrages wohl auch nicht wirklich zur allgemeinen Begeisterung beigetragen hat fang ich heute mal wieder an euch zu berichten. Und was gibt es schon Interessanteres als die Frage wie ich eigentlich Weihnachten gefeiert hab? Die Frage wurde mir in den letzen Wochen sehr(!) häufig gestellt. Kann ich auch nachvollziehen, schließlich war Weihnachten ja auch anders wie sonst. Kurz gesagt: Weihnachten gab es nicht. Diese Antwort wird aber die wenigsten zufriedenstellen und so werde ich euch nun möglichst genau Berichten was ich an Weihnachten gemacht hab: Anfangen tun wir natürlich beim 24. Dezember, also Heilig Abend, welcher eigentlich ein ganz normaler Schultag für mich war. Es gab eigentlich nichts besonderes an diesem Tag und so ging ich auch schon recht früh ins Bett, wohlgemerkt ohne in Weihnachtsstimmung zu sein.
Dienstags, also am 1. Weihnachtsfeiertag war dann doch irgendwie alles anderes, aber nicht wirklich Weihnachtlich. In der Schule gab es eine Weihnachtsparty, ich musste natürlich als Weihnachtsmann kommen, durfte aber nicht am Weihnachtsmannwettbewerb teilnehmen (schade eigentlich). Anschließend gingen die einzelnen Klassen in ihre Klassenräume und bestellten sich essen. Ich entschied mich dazu überall mal reinzuschauen, aber natürlich erst wenn das Essen da ist. Das beste gab es bei M5/9 und M3/13. Nach der Schule ging es dann ganz normal Heim und Abends vor dem schlafen gehen wurde noch kurz geskypt. So konnte ich auch ein wenig an der Weihnachtsfeier bei der Oma Waltraud teilhaben. Dann ging es ins Bett. Mittwochs wurde erstmal ausgeschlafen, heute war nämlich Schulfrei. Pfadfindercamp sei Dank! Auch an diesem Tag nahm ich wieder per skype bei der Oma im Wohnzimmer platz. Wie üblich am 2. weihnachtsfeiertag war man heute bei der Oma Christa. Anschließend wurde noch mit Freunden geskypt und schon war auch dieser Tag wieder um. Damit war Weihnachten 2012 dann auch vorbei. Aber so wirklich angefangen hatte es ja nicht, zumindest war ich nie in Weihnachtsstimmung.

Last but not least möchte ich mich bei allen für die Weihnachtswünsche bedanken, egal ob sie per Post, Facebook, e-Mail oder Youtube kamen. Gefreut habe ich mich wirklich sehr! Und nächstes Jahr bin ich ja wieder da 😉

Vatertag, Urlaub und Erkältung

5. Dezember, ganz Thailand spielt Verrückt. Es war der Feiertag des Jahres. Der Geburtstag des Königs und der wundere entsprechend im ganzen Land gefeiert. Im Fernsehn sah man schon morgens hunderte Menschen vor dem Palast sitzen an dem der König am Nachmittag seine Ansprache halten sollte. Alle feierten. Naja, nicht alle. Meine Gastfamilie und ich verbrachten den Tag eigentlich nur im Auto richtung Chiang Rai. 8 Stunden fahrt. Und am nächsten Tag nochmal 2 Stunden bis nach Chiang Mai. Generell verbrachten wir wohl die meiste Zeit des Urlaubs im Auto. Wir besuchten Tempel, ein Bergdorf und Märkte, nur von der Stadt Chiang Mai selbst hab ich leider kaum was gesehen. Eigentlich schade, aber ich konnte es verkraften, schließlich war ja das Rest Programm auch gut. Sonntags ging es dann wieder Heim. Insgesamt 14 Stunden dauerte die Haimfahrt. Ich hab die meiste Zeit geschlafen, im kühlen Wind der Klimaanlage. Ein Fehler, wie sich schon Montag ankûndigte. Nun muss ich eben eine Erkältung auskurieren. Egal.

Der Tag vor dem Vatertag

Wir fahren die Straße entlang. Es ist Anfang Dezember, der zweite oder der dritte, ich weiß es nicht so genau. Es spielt aber auch keine Rolle. Es ist nicht mehr lang bis Weihnachten. Im Fernsehn sah ich, bevor wir losfuhren das es schneit. In Deutschland. Hier ist es zu warm für Schnee. Über dreizig Grad und das im Dezember, so kurz vor Weihnachten. Die Straße die wir entlangfahren leuchtet. Überall Lichterketten. Manch ein Baum trägt einen gelben Schleier. Es ist alles so Vorweihnachtlich. Nur der Schnee, der fehlt. Und auch der Weihnachtsmann. Aber der kommt ja vielleicht noch, es ist ja erst Anfang Dezember. Aber moment. Irgendwas stimmt hier nicht. Weihnachten, in einem überwiegend buddhistischen Land? Sicher? Vielleicht ja auch alles nur ein Traum. Ich reibe mir die Augen. Nein, die Lichterketten, die alles Weihnachtlich erscheinenlassen sind echt! Aber warum? Wirklich für Weihnachten?
Und warum alles so gelb? Komisch.
Wir sind zuhause. Morgen ist der 4. Dezember.
Und heute war morgen. Ganz normal ging ich zur Schule, in der gelben Sportuniform. Ich wundere mich immernoch über die „Weihnachtsdeko“. Auch auf dem Schulgelände ist plötzlich alles so schön dekoriert. Und warum zur Hölle tragen alle gelb? Egal! Ich bin spät dran. Zu spät! Ich muss mich beeilen. Davorne steht der Direktor. „Hopefully he won’t see me!“ geht es mir durch den Kopf. Mist, ich muss stehen bleiben, Nationalhymne. „Hopefully he won’t see me.“ geht es mir wieder durch den Kopf. Mist er hat mich gesehen. Das wird ärger geben. Egal, ich muss weiter. Schnell in Reihe gestellt. M5/9 wie jeden Morgen. Und alle tragen gelb! Warum? Es wird gebeten. Wie immer. Heute aber länger…warum? Ich weiß es noch nicht.
Das Gebet ist zu Ende. Der Direktor rede. Ich verstehe natürlich nichst. Eine Zeremonie beginnt. Heute am 4. Dezember. Und plötzlich wird mir alles klar. Die Lichterketten, die Zeremonie, die Farbe gelb, plötzlich macht alles einen Sinn. Morgen ist der 5. Dezember. Nicht irgeindein Tag. Vatertag! Der Geburtstag des Königs. Wie jedes Jahr am 5. Dezember. Dafür die Zeremonie. Dafür wird alles so dekoriert. Gelb, die Farbe der Königsfamilie. Ja, schon heute lies sich erahnen, das morgen nicht nur ein normaler Feiertag ist, sondern einer der wichtigsten. Vatertag!
Ich werde im Auto sitzen. Urlaub mit der ganzen Familie. Mein Vater ist auch da. Die Koffer sind schon gepackt! Ich freu mich drauf. Und die Thailänder freuen sich auch. Vatertag! Geburtstag des Königs. Bald ist es soweit!

Euch allen einen schönen „Vatertag“, genießt den Schnee, so wie ich die Sonne genieße!

Euch allen eine fröhliche Adventszeit. Viel Spaß auf allen Weihnachtsmärkten. Seid nicht zu geizig beim Geschenkeeinkaufen 😉
Ich glaube dieses Weihnachten wird besonders. Nicht wie immer. Einmalig. Und vielleicht möchte ich danach sogar das es wirklich einmalig bleibt.

Bis dahin sind es aber noch ein paar Tage!